21.10.2015

„Ein großer Wow-Effekt“

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Heute wurde das neue UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven offiziell eingeweiht. Die Feier fand statt im Kreise der Förderer und der Freunde des Wattenmeeres aus vielen gesellschaftlichen Bereichen. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch dankte insbesondere den 20 Förderern, die den Neubau erst möglich gemacht haben.
Außenansicht des neuen Wattenmeer Besucherzentrums Cuxhaven. Foto: JPK / Nationalparkverwaltung

Außenansicht des neuen Wattenmeer Besucherzentrums Cuxhaven. Foto: JPK / Nationalparkverwaltung

Heute wurde das neue UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven offiziell eingeweiht. Die Feier fand statt im Kreise der Förderer und der Freunde des Wattenmeeres aus vielen gesellschaftlichen Bereichen. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch dankte insbesondere den 20 Förderern, die den Neubau erst möglich gemacht haben. Neben dem Land Niedersachsen, das kofinanziert von der EU über den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) den größten Beitrag geleistet hat, haben folgende weitere Institutionen das Projekt gefördert: Metropolregion Hamburg, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Klosterkammer Hannover, Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, Niedersächsische Wattenmeer Stiftung und VGH-Stiftung. Auch die Stadtsparkasse Cuxhaven, Cuxhavener Unternehmen und Private haben Geld gegeben, damit das Projekt gelingen konnte. So ist den Firmen VOCO, TAD Pharma, Rhenus CuxPort, Bäckerei Itjen, Wattwagenfahrten Dirk Fock, Campingplatz Finck, Hotel Muschelgrund, Herrn Claus Wöbber, Frau Ursula Hermes sowie den Verkehrsvereinen Sahlenburg und Duhnen zu danken.

Nach der Begrüßung des Oberbürgermeisters übergab Moderator Axel Brüggemann das Wort an Peter Südbeck, den Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. Vor den rund 200 geladenen Festgästen schlug er den Bogen von der Natur des Wattenmeeres über die hohe Auszeichnung als Welterbe hin zum Neuen Zentrum, dass die Wertigkeit des Wattenmeeres jetzt noch besser vermitteln kann.

Für das Land Niedersachsen würdigte Frau Daniela Behrens, Staatssekretärin im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, in ihrer Rede das neue Besucherzentrum auch als touristische Attraktion: „Das Wattenmeer ist zweifelsfrei ein weltweit einzigartiger Lebensraum für Millionen von Pflanzen und Tieren. Es ist aber auch ein Naturraum, in dem Menschen leben, arbeiten und sich erholen. Dieses spiegelt sich auch in dem Standort und der Bauweise dieses neuen Besucherzentrums wider. Hier verschmelzen die unterschiedlichen Ansprüche und Funktionen vorbildlich. Die Anerkennung des gesamten Wattenmeeres zum UNESCO-Weltnaturerbe ist die höchste internationale Auszeichnung für einen Naturraum. Diese Auszeichnung geht, gerade auch aus touristischer Sicht, einher mit einer enormen Chance für die Entwicklung unserer Region. Das neue Besucherzentrum bietet Anlass, die Natur und ihren Schutz noch stärker in den Mittelpunkt für die touristische Entwicklung der Region zu stellen, ganz im Sinne der nachhaltigen Tourismusstrategie für das Weltnaturerbe. Ein qualitätsvoller nachhaltiger Tourismus und eine gute geschützte Natur bedingen einander und profitieren gegenseitig. Es ist daher notwendig, die Idee des nachhaltigen Tourismus massiv zu fördern und unser Alleinstellungsmerkmal – das Weltnaturerbe – für unsere Wirtschaftsbelange pfleglich zu nutzen und den Schutz des einzigartigen Naturraumes zu akzeptieren und zu fördern.“ Als weiterer Redner brachte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, seine Freude über das neue Wattenmeer Besucherzentrum zum Ausdruck. Er sagte: „ Es ist schon beeindruckend, wenn schwäbische Genauigkeit und Kostensicherheit auf Kreativität aus Berlin trifft und dieses Projekt zum größten Teil von heimischen Handwerksbetrieben umgesetzt wird.“

Zwischen den Festreden kamen  die Junior Ranger, die Jugendgruppe des Wattenmeer Besucherzentrums, zum Zuge, die mit selbst- oder umgedichteten Versen ihr Wattenmeer feierten.

Nach den einführenden Reden ließen  Axel Brüggemann und Bernhard Rauhut, der Leiter des WattBz, in lockerer Talkatmosphäre verschiedene Akteure, die zum Gelingen des Bauprojektes beigetragen haben, zu Wort kommen. Phil Petersen,  Holzer Kobler Architekturen:  Hat das Haus und Ausstellung entworfen und mit für die Umsetzung gesorgt ( Schwerpunkt Planen und Gestalten); Ortsbürgermeister Herbert Kihm  (CDU): „politischer Motor vor Ort“; Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover : Förderer; Frau Marion Köhler, Öffentlichkeitsarbeit Metropolregion Hamburg: Förderer; Jens Meyer: als Sahlenburger Unternehmer (Campingplatzbetreiber) einer von mehreren privaten Förderern; Junior Ranger Simon Lechlein; Martin Adamski, Baudezernent der Stadt Cuxhaven:  „Vater des Projektes“.

Ein großer Dank wurde auch der Projekt Holzbau Merkle GmbH zuteil, dem Bauunternehmen, das den Auftrag übernommen hat, das Haus schlüsselfertig herzustellen.

OB Dr. Ulrich Getsch, Peter Südbeck und Bernhard Rauhut gingen abschließend gemeinsam mit den Förderern und Rednern zur „Algenkette“ und zerschnitten diese als Symbol für die Eröffnung des Hauses.

Für den musikalischen Rahmen sorgte das Jan-Hendrik-Ehlers-Trio.

Die Förderer des neuen Wattenmeer Besucherzentrums. Foto: Stadt Cuxhaven

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